Der Grüffelo

https://deropernfreund.de/berlin-sonstige-6.html, abgerufen am 18.1.2019

Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt hatte die Kinderoper ihre erfolgreiche Premiere.

Die Regisseurin Birgit Eckenweber hat dem 28 Minuten langen Opus einen 7 Minuten langen Prolog vorangestellt, in dem die Figuren und ihre musikalischen Begleiter vorgestellt werden. (…) „Seht die Instrumente blitzen / die vor der Opernbühne sitzen“, und schon geht der Spaß los. (…)
Was lernen wir großen und kleinen Kinder aus der Geschichte? Dass die Fantasie eine starke Macht ist und hat. Die Moral kommt indes nicht mit dem Zeigefinger, sondern mit dem bildstarken Spiel daher. Wir schauen auf den herbstlichen Grüffelowald, wie ihn Axel Scheffler erfunden hat, bevor die rückseitige Videoprojektion zu leben beginnt und der Grüffelo durch die Bäume läuft. Birgit Eckenweber hat mit großem Interesse am gestischen Detail liebevoll Regie geführt und auch, ausgehend von den bildlichen Vorlagen des Bilderbuchs das Ausstattungskonzept entworfen; die reizenden Kostümideen, die die Figuren zwischen Menschengestalt und Tiercharakter genügend andeuten, also Mausohr, Fuchsfell, Schlangenhaut und Grüffeloleder, wurden von Sabine Lindner ausgesprochen ästhetisch realisiert. „Was ist, was ist das für ein Tier?“, fragen die Fressfeinde der Maus. Dieses Tier ist eine ganz charmante Schöpfung. Julia Donaldson und Axel Scheffler, die die Premiere besuchten, waren jedenfalls so zufrieden wie die Besucher, die den Protagonisten und Machern der Kinderopernuraufführung lange Applaus spendierten.

Der Grüffelo

Berliner Zeitung, 14.1.2019

Birgit Eckenweber führte humorvoll Regie.

Der Grüffelo

Berliner Morgenpost, 14.1.2019

Die Neugier geschulter Ohren gewinnt Iván Fischers Oper als Stilcollage. Sie benutzt präexistente Musik genauso, wie es das Bühnenbild der Regisseurin Birgit Eckenweber tut: Die Rückwand der Bühne zeigt die Waldszenerie aus dem Bilderbuch der – bei der Uraufführung anwesenden – „Grüffelo“-Autoren Julia Donaldson und Axel Scheffler. Packend und musikdramatisch treffend platziert wirkt vor allem der Tango. Er musikalisiert die dunkle Angstfantasie vom noch nicht anwesenden Grüffelo, die Maus tanzt selbstbewusst mit der Eule. Der aus dieser Fantasie entstehende Grüffelo wird in seiner Locken-und-Leder-Optik von einer Heavy-Metal-Gitarre begleitet. Übertrieben? Klischeehaft? Es ist die adäquate Übertragung des Buchmonsters auf eine Opernbühne, und zwar genuin aus der Musik heraus und ohne Materialschlacht. Als erste Heranführung an Oper als traditionelles Genre ist das gelungen.

Der Grüffelo

Tagesspiegel, 14.1.2019

Alessia Schumacher (Sopran) und Lukas Eder (Bariton) führen durch die Handlung und erschaffen zugleich mit Pinsel und Palette die visuelle Ebene. Denn alles hier ist Ausgeburt gestalterischer Fantasie.

Karla Specht, Der singende Koffer

Freie Presse, 8.2.2018

Columbina und Harlekin lassen Kinder mit den Herzen hören.

Die Kinderoper „Der singende Koffer“ feierte im Kinderhaus St. Michael Premiere. Sie traf dort auf ein begeistertes Publikum und erzeugte magische Momente.

Antoine de Saint Exupéry, Der kleine Prinz

Kronen Zeitung, 13.12.2017

„Der kleine Prinz“ punktet in den Kammerspielen in der Messe mit Charme und Spielfreude: Ein Plädoyer der Menschlichkeit

Es ist eines der meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Momentan ist es in den Kammerspielen in der Messe eines der meistbesuchten Stücke. Seit Wochen ausverkauft, begeistert die kurzweilige Aufführung nicht nur die kleinen Zuschauer. (…) Auf Reduktion setzt auch Regisseurin Birgit Eckenweber. Der Fantasie ist damit Tür und Tor geöffnet. (…) Berührend die Momente, wenn der kleine Prinz sich auf eine Reise begibt und ihm die Rose rät, immer zu versuchen, glücklich zu sein. Im Spiel versteckt finden sich ganz viele Botschaften. Das Schauspielertrio vermittelt sie großartig. Und lässt in allem Theaterspaß nie vergessen, dass es letztendlich immer um Menschlichkeit und Freundschaft geht.

Jens Raschke, Schlafen Fische?

Neue Presse, 06.03.2017

(…) Das Landestheater Coburg hat sich für „Schlafen Fische?“ einen neuen Spielort gesucht: Das Stück hatte am Samstagnachmittag im Naturkundemuseum im Hofgarten Premiere. Regisseurin Birgit Eckenweber, die auch für Kostüm und Video verantwortlich zeichnet, lässt die Aufführung im Vortragssaal beginnen: Auf einem Tisch kauert Jette in weißem Tutu und roten Schmetterlingsflügel-Rucksack. Sie schaut einen Film an, der sie und ihren Bruder beim Herumtollen im Schnee zeigt. Und dann beginnt Jette zu erzählen und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das Museum: Hin zu den Dioramen, in denen Wildschweine, Igel, Kaninchen, Hirsche und Rehe ausgestellt sind. Die große geschwungene Treppe dient ebenso als Kulisse wie der Schaukasten mit den Fischen.

Mit Anne Rieckhof ist die Rolle der Jette exzellent besetzt. Die umsichtige Inszenierung von Birgit Eckenweber gewichtet jeden Aspekt des komplexen Textes, und Anne Rieckhof vermag das ganze Emotionsspektrum abzubilden: Das kleine Mädchen, das dem Bruder, der am liebsten Pizza aß, aus Pappkarton einen Superpizzalieferboy bastelte, lässt die Zuhörer amüsiert schmunzeln. Mit Emil hat sie auch Beerdigung gespielt und ihm vom Pizzahimmel erzählt. Bei der echten Trauerfeier malt Jette schwarze Wutwolken auf den weißen Sarg des Bruders. Doch dann malen alle mit: Sonne, Herzen, Regenbogen, Pony, Hase, Blumen. Davon verschwindet zwar nicht die Traurigkeit, aber irgendwie ist man nicht mehr so alleine … Am Ende gibt es begeisterten Applaus für eine begeisternde Produktion: Text, Regie und Darstellung lassen keine Wünsche offen an ein intelligentes, ehrliches, manchmal heiteres und manchmal trauriges Kinderstück.

Jens Raschke, Schlafen Fische?

Coburger Tageblatt, 06.03.2017

… eine mutige Inszenierung. (…) Jette vermisst ihren kleinen Bruder entsetzlich und erinnert sich an ihn. Sie erzählt, dass er eigentlich immer krank war, erzählt von seiner Angst, seinen Fragen und ihren Antworten, seinem Lachen, vom Todestag, dem Schmerz der Eltern, der Beerdigung, die gar nicht so fröhlich war, wie Jette sich das zusammen mit Emil vorgestellt hatte. Nichts wird beschönigt. Doch in der grandiosen Darstellung von Anne Rieckhof wandeln wir auf einem Grat zwischen Schwere und Leichtigkeit, lachen auch durchaus. Die Schmetterlingsflügel auf Jettes Rücken tragen sie und die Zuschauer – durch den zu all dem auch noch ungewöhnlichen Aufführungsort, das Naturkundemuseum. Dort vor den großen Vitrinen mit den eindrücklichen Szenerien vom Leben auf diesem Planeten, vom Werden und Vergehen in den Jahreszeiten, werden Fragen gestellt und die Vorstellungen artikuliert, mit denen auch die meisten Kinder unausweichlich konfrontiert werden.

Rike Reiniger, Name: Sophie Scholl

ORF Tirol

Derartiges hat es in diesem Raum noch nie gegeben. Das eine Zeugin sich so benimmt: tanzend, turnend, in Partylaune. So etwas gehört sich doch nicht an einem Ort mit fixer Ordnung. Constanze Passin darf es aber, als Solo-Darstellerin in einem Theaterstück.